Ich habe Geld – was nun?

Eigentlich ist das ja eine angenehme Situation. Irgendwie ist man zu Geld gekommen, sei es durch eine Erbschaft, einen Gewinn oder ein bombastisches Gehalt. Schon steht man vor dem Luxusproblem – was mache ich damit?

Ausgeben? Kommt darauf an, wofür. Das ist oft der kurze Kick, dann ist alles weg, sowohl das Geld als auch der Spaß an der Sache, die man gekauft hat. Mach ich was aus meinem Geld? Unter dem Stichwort „Spar dich reich“ hat man die Geldanlage im Kopf mit den schönen, regelmäßigen Zinsen. Oder kauft man eine Wohnung und vermietet die? Oder gibt man das Geld gar einer Versicherung?

Sparen oder spekulieren – eine Einstellungssache

Also – gar nicht so einfach, wenn man plötzlich zu Geld kommt. Was mach ich jetzt mit dem Geld? Das Thema „Ausgeben“, klammern wir hier mal aus, wir machen uns Gedanken, wie man mit dem Geld arbeiten kann. Sparkonto? Da gibt es Zinsen von 0,1 Prozent – im Jahr wohlgemerkt. Festgeld oder Tagesgeld? Da kommt man als Neukunde auf bis zu 1,5 Prozent, nach ein paar Wochen oder Monaten landet man bei knapp der Hälfte. Alles nicht wirklich lukrativ.

Vielleicht sollte ich an der Börse spekulieren? Google in einem Jahr acht Prozent, Apple um sage und schreibe 59 Prozent rauf, andererseits Lanxess um 32 Prozent runter, RWE um 17 Prozent gefallen. Riskant. Wenn ich Pech habe, bin ich das Geld zu einem Teil zumindest schnell wieder los. Man könnte in Fonds gehen, da gibt es einige, die sich kontinuierlich nach oben entwickeln. Durch eine breite Streuung ist das Verlustrisiko sehr begrenzt.

Immobilien und Preisblasen – eine Gefahr

Vielleicht sollte ich mir eine Wohnung kaufen und die vermieten. Man hört, die Preise explodieren, die Mieten auch. Da muss man aufpassen – im Moment steigen die Kaufpreise deutlich schneller als die Mieten, eine Immobilienblase droht. Sprich – man kauft teuer, bekommt zu wenig Miete, die Rendite lohnt den Aufwand nicht. Kann sein, muss nicht sein. Dazu muss man sich intensiv mit den Marktgegebenheiten befassen, das ist mir zu viel Aufwand.

Die Lebensversicherung – eine viel diskutierte lange Bindung

Jetzt bleibt noch die „gute alte Tante“: die Lebensversicherung. Gut, es gab jede Menge negative Presse, Diskussionen um die Stabilität der Gesellschaften und komplizierte Modelle. Schaut man sich den Klassiker, die Kapitallebensversicherung, näher an, findet man einen Garantiezins von 1,75 Prozent, ab Januar 2015 1,25 Prozent. Immerhin eine Überlegung wert. Hier muss man auch die Überschussbeteiligung berücksichtigen, um zu sehen, was letztlich an Rendite bleibt. Bei genauem Hinsehen ist das trotz aller Unkenrufe nicht die schlechteste Alternative, man bindet sich allerdings langfristig.

Und jetzt? Verteilen und konsumieren

Was würde ich machen? Ich würde den Geldsegen verteilen. Einen Teil in Tagesgeld, Fonds und Aktien anlegen – und noch ein paar völlig unnütze aber sehr erfreuliche Anschaffungen tätigen. Jetzt fehlt nur noch eines – der Geldsegen.

Links zum Thema:

Preisblase auf dem Immobilienmarkt?
Wie funktioniert die Lebensversicherung?
Stern – Ratgeber Geldanlage
Was aus 1000 Euro in 10 Jahren wurde

By | 2016-10-17T12:01:41+00:00 22. Juli 2014|Categories: Blog|

3 Kommentare

  1. Yvonne 25. Juli 2014 um 10:16 Uhr- Antworten

    Netter Artikel. Erklärt doch mal, wie man zu Geld kommt, dann befasse ich mich auch gerne damit!

  2. Andreas 25. Juli 2014 um 16:06 Uhr- Antworten

    Die MIschung macht’s. Und mit dem richtigen Verhältnis von sicheren Zinsen und Fonds kann man sich selber eine Garantie schaffen, dass z.B. nach 10 oder 15 Jahren mindestens das eingezahlte Geld wieder zu Verfügung steht. Das Verlustrisiko ist dann 0. Das lässt sich sehr einfach berechnen, siehe http://www.finblog.de/garantiefonds-rechner/

  3. Jule 26. Juli 2014 um 7:27 Uhr- Antworten

    Wer kein Gekd hat, muss sich um sowas keine Gedanken machen!

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