Eine wirklich gute Tat – ein Tier aus dem Tierheim

Der Trend ist eindeutig – Tierfreunde setzen auf Tiere aus dem Tierheim. Meist geht es um Hunde und Katzen, die wohl beliebtesten Haustiere. Was dahinter steckt, ist klar: Die Menschen möchten heute allgemein bewusster und sozialer leben, man denke nur an die vielen Vegetarier oder die penible Mülltrennung zumindest der Deutschen. Vor allem in den großen Städten mit den großen Tierheimen ist diese Entwicklung verstärkt zu beobachten.

Wer etwas Gutes tun möchte und sich für ein Tier aus dem Heim entscheidet, darf nicht vergessen, dass eine solche Entscheidung sehr viel Verantwortung mit sich bringt. Fast alle Tiere aus dem Tierheim haben eine Vorgeschichte, fast alle haben dabei schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Viele Tiere lernen nach ihrer Vermittlung zum ersten Mal menschliche Geborgenheit und Zuwendung kennen. Man darf hier keine Wunder erwarten. Mit viel Zeit, Aufwand, Geduld und Liebe wird sich das Tier nach einiger Zeit an seine neue Umgebung und die „netten“ Menschen gewöhnen.

Auch darf man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben – aus einem schüchternen Hund von der Straße wird keineswegs in ein paar Wochen der gewünschte Schmusehund. Für die Tiere ist nicht nur die menschliche Nähe neu. Sie haben oft noch nie eine Wohnung oder ein Haus von innen gesehen – auch das müssen sie erst einmal lernen. Will man ein Tier aus dem Tierheim, lohnt es sich, doppelt nachzudenken. Die Entscheidung für das Tier sollte für immer sein, gerade, weil der Aufenthalt in Tierheim für das Tier meist eine schlechte Erfahrung darstellt. Viel Verständnis und Geduld sind gefragt, der neue Besitzer muss einfach ein gutes Herz besitzen.

Vor der Vermittlung ist es wichtig, dass man das Tier erst einmal kennenlernt und langsam mit ihm vertraut wird. Das geschieht durch mehrere Besuche im Tierheim. Parallel ist es ratsam, schon bevor das Tier einzieht, einen festen Platz für es zu finden und einen Tagesablauf festzulegen, in den das Tier eingebunden ist. In den ganzen Prozess sind die Mitarbeiter des Tierheims fest eingebunden. Gemeinsam mit dem neuen Besitzer schauen sie, ob die Voraussetzungen passen und stehen für alle Fragen zur Verfügung. Das passt umso besser, da sie über Vorgeschichte und Charakter des Tieres bestens informiert sind.

Wenn alles stimmt, kann dem Tier nichts Besseres passieren, als wieder in liebevolle Hände zu kommen. Wenn der neue Besitzer dann noch die passende Tierhalter-Haftpflichtversicherung abschließt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

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By | 2016-10-17T12:01:39+00:00 23. September 2014|Categories: Blog|Tags: , , , , |

Ein Kommentar

  1. Thorsten 23. September 2014 um 11:18 Uhr- Antworten

    Die ganzen Haustiere sind doch nur kindersatz für frustrierte Großstadt Menschen. Würde nicht jeder ein Tier kaufen, bräuchte auch keins ins Tierheim. Verbot statt Haftpflicht!

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