Computer, Smartphone, Tablet, Internet, Digitalisierung und Home Office – in den letzten 15 Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für unser Leben radikal verändert. Ob man will oder nicht, man ist irgendwie mittendrin. Bequem ist es allemal – nicht umsonst stellen die Firmen aus dem Silicon Valley, denen das Internet quasi gehört, die größten und wertvollsten Unternehmen der Welt dar. Für uns Nutzer ist vieles bequemer und komfortabler, aber auch einsamer und technokratischer geworden. Darüber kann man trefflich diskutieren, hinweisen muss man immer wieder auf die vielen versteckten Gefahren, die in dieser digitalen Welt lauern. Einige wichtige Aspekte konntet Ihr kürzlich auf unseren Social-Media-Kanälen im Rahmen unserer Themenwoche zur Cybersicherheit verfolgen. Das haben wir hier nochmal zusammengefasst.

Geld weg – und wo ist die Ware?

Ihr bestellt, geht ganz einfach, bezahlt vorab – und dann ist Funkstille. Dann seid ihr auf eine gefälschte Shoppingplattform hereingefallen. Nach geleisteter Bezahlung folgt die böse Überraschung – Ihr erhaltet minderwertige oder sogar gar keine Ware. Auf den ersten Blick wirken professionelle Produktbilder und Informationen vertrauenserweckend und verleiten zum Kauf. Achtet unbedingt auf folgende Merkmale, um Fake-Shops zu erkennen

  • Impressum: Dies ist nach § 5 Telemediengesetz für geschäftsmäßige Online-Dienste vorgeschrieben.
  • AGB: Verdächtig sind fehlende oder seltsame Angaben zum Widerrufs- und Rückgaberecht
  • Vorsicht ist auch geboten, wenn ausschließlich Zahlung per Vorkasse akzeptiert wird
  • Gütesiegel: Seriös oder frei erfunden? Eine Recherche im Internet kann sich lohnen.
  • Kundenbewertungen: Diese können innerhalb des Shops gefälscht sein. Besser ist es, nach unabhängigen Bewertungen der Verkaufsplattform im Netz zu suchen.
  • HTTPS in der URL: Steht für eine verschlüsselte Übertragung der Daten, bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Händler seriös ist. Informieren könnt ihr euch bei dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Das meist genutzte Passwort 123456 – und Ihr so?

Hand aufs Herz: Wie sicher glaubt ihr, sind eure Passwörter im Internet? Die traurige Wahrheit: Zu den häufigsten Passwörtern gehören immer noch „123456“ und „Passwort“. Dabei schützt ein gutes Passwort doch eure Identität und eure Daten – eventuell sogar euer Geld. Was also ist ein sicheres Passwort? Es sollte aus mindestens acht Zeichen bestehen, keine Wörter aus dem Wörterbuch oder Namen und keine logischen Buchstaben- oder Zahlenfolgen enthalten. Ein kleiner Tipp: Nehmt Merksätze und baut aus ihnen sichere Passwörter. Zum Beispiel: Mein Auto steht seit Januar 2017 in der Garage. Daraus wird: MAs$01/17@dG. Am besten macht Ihr Euch Gedanken über eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Das bedeutet: Zum Anmelden benötigt ihr neben dem Password noch einen Code auf einem anderen Gerät, was Ihr als vertrauenswürdig identifiziert hat.

Nicht nur der Tresor geknackt  – der virtuelle Einbruch

Immer häufiger  berichten die Medien über Hacker-Angriffe und Cyber-Attacken. Die damit  verbundenen Risiken werden jedoch leider oft unterschätzt. Ein Schutz  nur durch Virenschutzprogramme oder Firewalls reicht im Zeitalter der  Digitalisierung nicht mehr aus. Die Gothaer Cyber-Versicherung bietet Unternehmern oder Gewerbetreibenden eine adäquate  Versicherungslösung zum Schutz vor Cyber-Schäden. Die Schäden können riesig sein, der Aufwand zum Schutz ist relativ gering.

Endlich gewonnen – Fake oder Wahrheit?

Hast du in einer spanischen Lotterie Millionen gewonnen und sollst nur mal kurz deine Kontodaten schicken? Wirst du öfter zu Zahlungen aufgefordert, die du gar nicht erwartet hast? Oder wird dir eine Gutschrift eines Online-Shops angeboten? In diesen Fällen kann es sich um gefährliche Phishing E‑Mails handeln. Unter dem Begriff Phishing versteht man Versuche, sich über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten als vertrauenswürdiger Kommunikationspartner in einer elektronischen Kommunikation auszugeben. Passt auf und achtet besonders auf diese Merkmale einer Phishing-Mail:

  • Grammatik- und Orthografie-Fehler
  • Mails in fremder Sprache
  • Fehlender Name.
  • Dringender Handlungsbedarf
  • Eingabe von Daten.
  • Aufforderung zur Öffnung einer Datei, Links oder eingefügte Formulare. …
  • kryptische Absenderadresse

Also: Klicke nicht auf Links in dubiosen E‑Mails, lade keine Anhänge herunter und starte       keine Downloads – sonst sind Eure Zahlungsdaten im Netz, und da holt sie so schnell keiner mehr raus.

Wen Ihr noch weiter Tipps habt oder selber schonmal hereingefallen seid – teilt es uns mit. So können andere daraus lernen und sich besser schützen.