„E-Scooter beherrschen die Straßen!“. Zwar ist es soweit noch nicht gekommen, jedoch sind die neumodischen Tretroller nicht mehr aus dem Straßenbild wegzudenken. In gewissen Situationen können sie sehr nützlich sein, vor allem, wenn die Wege nicht zu lang sind. Doch auch dann darf man die Sicherheit nicht außer Acht lassen – auch auf kurzer Strecke kann viel passieren. Deshalb haben wir für Euch ein paar nützliche Tipps zusammengestellt, damit Ihr sicher mit dem E-Scooter von A nach B kommt!

Zur eigenen Sicherheit – vor der Fahrt E-Scooter und Straßenzustand checken

Ihr habt Feierabend, Ihr seid zu müde um den Weg zu Fuß zu laufen und für eine Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln seid Ihr zu genervt. Doch plötzlich erblickt Ihr die preiswerte Erlösung: Einen E-Scooter zum Mieten. Ihr installiert die App  des jeweiligen E-Scooter-Anbieters wie Lime oder Tier  und wollt losfahren. DOCH HALT! Erst solltet Ihr den neu entdeckten E-Scooter auf Herz und Nieren testen. Wo sind die Bremsen? Wie gibt man Gas? Danach geht Ihr in Fahrposition und versucht ein Gefühl für das Fahrzeug zu entwickeln. Denn die ersten paar Minuten der Fahrt können sehr holprig werden. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.

Bei nassen oder vereisten Straßen lasst den E-Scooter einfach stehen und schaut Euch nach alternativen Fortbewegungsmöglichkeiten um.

Verboten und gefährlich – die Nutzung mit mehreren Personen

Stellt euch vor, Ihr und Eure Freunde wart feiern und seid dementsprechend angeheitert. Vom Club bis zu eurem Zuhause ist es zu Fuß recht weit, und Ihr wollt einfach nur noch ins Bett. Und schon steht sie wieder da, die preiswerte Alternative. Das Problem: Es steht nur einer da. „Ach, lass uns den E-Scooter doch einfach zusammen benutzen!“- ist Euer spontaner Einfall. Leider ist eine Fahrt mit zwei Personen auf dem E-Scooter ziemlich gefährlich.

  • Alkoholisiert zu fahren ist verboten, da Unfälle in diesem Zustand um einiges wahrscheinlicher werden.
  • Ein E-Scooter ist nur auf die Nutzung durch eine Person ausgelegt.
  • Es ist nicht erlaubt, mit mehr als einer Person zu fahren.
  • Dazu kommt, dass der Fahrer kein richtiges Gleichgewichtsgefühl mehr hat, wenn mehrere Personen den E-Scooter nutzen. Darüber hinaus überschreitet man mit zwei Personen auch das zulässige Gesamtgewicht, welches in der Regel bei 100 Kg liegt. Also beißt lieber in den sauren Apfel und fahrt dann mit dem Taxi nach Hause – ist sicherer für Euch und Eure Umwelt.

Gekauft statt geliehen – guter Versicherungsschutz und ABE müssen sein

Ihr wollt nicht auf irgendwelche Leihanbieter von E-Scootern angewiesen sein? Dann kauft Euch doch euren eigenen Flitzer! Natürlich müsst Ihr den auch versichern lassen – und am besten fahrt Ihr natürlich mit dem Schutz der Gothaer:

  • Haftpflichtversicherung:  Bei Personenschäden werden Versicherungssummen bis zu 15 Millionen Euro, bei Sachschäden bis zu 150 Millionen Euro abgedeckt.
  • Teilkaskoversicherung: Bei Diebstahl eures geliebten E-Scooters deckt sie den Verlust ab und begleicht zudem auch durch Brand, Sturm und Hagel entstandene Schäden.

Beim Kauf eines E-Scooters müsst Ihr unbedingt darauf achten, dass er für den deutschen Straßenverkehr zugelassen ist. Ist dies nicht der Fall, dürft Ihr mit dem E-Scooter nur auf eurem Privatgelände fahren. An jedem zugelassenen E-Scooter klebt eine Plakette, meistens am Trittbrett, mit einer dazugehörigen „ABE- Genehmigungsnummer“.

Unser Tipp: Den E-Scooter erst kaufen, wenn ihr sicher seid, dass für diesen eine Genehmigung (ABE) für die Teilnahme am Straßenverkehr vorliegt.

Sicher durch den Großstadtdschungel – die Verkehrsregeln checken und beachten

Gerade  im Großstadtdschungel müsst Ihr euch an gewisse Regeln halten: Im Straßenverkehr gelten E-Scooter mehr oder weniger als Fahrräder. Das heißt Ihr dürft nur dann auf der Straße fahren, wenn es KEINE Fahrradwege gibt. Unser Tipp: Im Optimalfall solltet Ihr während der Fahrt auch einen Helm tragen.

Mit diesem Wissen im Gepäck kann die Fahrt mit dem E-Scooter richtig Spaß machen.