In den Social Media Kanälen werden die beiden Naturprodukte immer bekannter und als Superfood gehypt: Kurkuma und Gerstengras in Pulverform. Doch was können diese Produkte eigentlich und wofür sind sie gut?

Kurkuma: was kann das goldene Gewürz?

Kurkuma gehört zur Pflanzenart der Ingwergewächse und sieht der Ingwerwurzel relativ ähnlich. Das Fruchtfleisch ist gelb, was dem in der Knolle enthaltenen Stoff Curcumin geschuldet ist. Genau dieser Stoff wirkt entzündungshemmend, antiseptisch und antioxidativ. Zudem ist Kurkuma blutverdünnend. Damit kann das Gewürz auf den verschiedensten Gebieten angewendet werden, um unterstützend zu wirken: Magen-Darm-Probleme, Lebererkrankungen, Krebs, Diabetes, Herzprobleme, Autoimmunerkrankungen, rheumatoide Arthritis und vieles mehr. Viele Anwender berichten von einer besseren Verdauung, Verbesserung der Haut (übrigens auch bei Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte), reduzierten Heißhunger, besserem Wohlbefinden, bessere Beweglichkeit der Gelenke und Linderung von Allergiesymptomen, Menstruationsbeschwerden sowie Lipödem-Schmerzen. Nimmt man Kurkuma in Form der bekannten Goldenen Milch zu sich, gibt es noch einen weiteren netten Nebeneffekt: das Gewürz macht die Zähne weißer.

Gerstengras: was ist das überhaupt?

Gerstengras ist das Gras der jungen Gerste. Da es sehr früh geerntet wird, beinhalten die Halme eine besonders hohe Nährstoffkonzentration und damit eine Fülle an Nährstoffen, antioxidativen Enzymen und natürlich Chlorophyll.

Um die Nährstoffkonzentration einzuordnen, verglich der japanische Arzt Dr. Yoshihide Hagiwara den Anteil der Nährstoffe von Gerstengras mit herkömmlichen Produkten. Gerstengras hat laut seiner Untersuchung 30 Mal so viel Vitamin B wie Kuhmilch, 11 Mal so viel Calcium wie Kuhmilch, sieben Mal so viel Vitamin C wie Orangen, fünf Mal so viel Eisen wie Brokkoli und Spinat, vier Mal so viel Vitamin B1 wie Weizenvollkorn und genauso viel Zink wie die größten Zinkquellen tierischen Ursprungs.

Gerstengras: wofür ist es gut?

Das Gras der jungen Gerste ist quasi eine natürliche Bombe an sämtlichen Vitaminen und Mineralien und damit eine gute Alternative zu synthetischen Nahrungsergänzungsmitteln. Aufgrund der Vielfalt an Nährstoffen, kann Gerstengras so einiges auf natürliche Weise unterstützen: Wachstum von Haut, Haaren und Nägeln, Senkung des Cholesterinspiegels, Stärkung des Eisenhaushalts und des Immunsystems. Zudem regt es den Fettstoffwechsel an und unterstützt den Säure-Basen-Haushalt. Der ist bei vielen Menschen durch die heutige vorwiegend säurehaltige Ernährung und den Mangel an Obst und Gemüse auf dem täglichen Speiseplan nämlich häufig unausgeglichen.

Wie einnehmen?

Möchte man es mit den zwei Superfoods ausprobieren, gibt es relativ wenig zu beachten. Am Tag sollte man nicht mehr 8g Kurkuma zu sich nehmen, das entspricht ein bis zwei Teelöffel. Eine Prise schwarzer Pfeffer verbessert durch den Stoff Piperin die Wirkung des Gewürzes. Kurkuma kann mit einem Glas Wasser, pflanzlicher Milch oder beispielsweise Orangensaft vermischt werden. Das obliegt dem persönlichen Geschmack. Gerstengras und Kurkuma sind natürlich keine Wundermittel, aber sie können in vielen Bereich positiv unterstützend wirken. Außerdem sollte klar sein, dass man sowohl Kurkuma als auch Gerstengras langfristig einnehmen muss, um eine Veränderung wahrzunehmen.

An Gerstengras sollte man sich nur in kleinen Mengen herantasten, denn es wirkt aufgrund des für den Körper zunächst ungewohnten hohen Nährstoffgehalts blähend. Besser mit ¼ Teelöffel starten, langsam aufbauen und ausprobieren, wann die persönliche Wohlfühlgrenze erreicht ist. Auch Gerstengras kann natürlich mit in die Goldene Milch gemischt werden.

Wer den Geschmack der beiden Gewürze nicht mag, kann mittlerweile auch auf gute Angebote in Kapselform zurückgreifen. Für Sparfüchse: diese lassen sich übrigens mit einer Kapselfüllmaschine ziemlich schnell und unkompliziert zu einem wesentlich günstigeren Preis selbst herstellen.

Wenn Ihr mehr zu gesunder Ernährung wissen wollt, schaut in den Gothaer-Ratgeber Schlauer essen – mehr geniessen – da haben wir jede Menge Tipps für Euch gesammelt.