Rettungsgasse: Ob Ihr wirklich richtig steht…

Wie man sich im Stau oder beim Vorbeifahren an einer Unfallstelle verhält, weiß jeder. Oder? Die Rettungsgasse ist an Autobahnschildern und in den Medien präsent, trotzdem kommt  es immer wieder zu negativen Erlebnissen und Berichterstattungen.

Verhalten wir uns wirklich richtig?

Sobald der Autofahrer ein Stau-Ende erblickt, ist er dazu verpflichtet, sachte abzubremsen, die Warnblinkanlage einzuschalten und eine Rettungsgasse zu bilden.

Durch das Bilden einer weiteren Fahrspur im  Stau haben Rettungskräfte die Möglichkeit, schnell zum Unfallort zu gelangen und zu helfen. Stellt sich jemand quer, kann das kostbare Zeit kosten – oder sogar Leben.

So wird’s gemacht:

Auf einspurigen Straßen weichen Autofahrer immer nach rechts aus. Ist die Straße zweispurig oder mehr, fahren Autos auf dem linken Fahrstreifen so weit wie möglich an den linken Fahrbahnrand, alle anderen fahren auf ihrer Spur möglichst weit nach rechts. Hierbei kann der Standstreifen genutzt werden, allerdings nur zum Ausweichen, nicht zum weiter fahren! Die Rettungsgasse wird also immer zwischen der linken Spur und den rechten daneben gebildet, egal, ob die Straße zwei, drei oder sogar vier Spuren hat. Verkehrsteilnehmer sind gesetzlich dazu verpflichtet, im stockenden Verkehr oder Stau eine Rettungsgasse zu bilden.

Ruhe bewahren

Auch wenn die ersten Rettungsfahrzeuge mit lautem Martinshorn durch die Rettungsgasse gefahren sind, können immer noch weitere Fahrzeuge nachziehen. Autofahrer sollten nicht hektisch werden und die Rettungsgasse freihalten, bis wirklich sicher gestellt ist, dass sich der Stau auflöst.

Gefahr: Gaffer

Auch, wenn der Mensch ein von Neugier und Sensationslust getriebenes Wesen ist: Die Fahrbahn darf nicht durch unnötig langsames Fahrtempo behindert werden. Auch das Fotografieren oder Filmen von Unfallstellen ist ordnungswidrig, da es laut § 201a des StGB „die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellt“.

To Do:

Unfallstellen, Einsatzhelfer, Rettungsfahrzeuge und mögliche Opfer mit Respekt behandeln. Helfen, Leben zu retten!

Foto: pixabay/lizenzfrei

Von |2018-02-26T16:30:22+00:0021. November 2017|Kategorien: Mobilität|

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