Timo Heitmann: Ich bin Versicherungsdetektiv – was mache ich da eigentlich?

An sich ist am Wochenende mein Job gemacht. Wenn ich gerade allerdings den Fernseher einschalte, kann ich mich selber sehen – als Versicherungsdetektiv. Hört sich spannend an und sieht auch spannend aus. Meistens ist es auch spannend. Vieles ist aber auch nüchterne Alltagsarbeit, das gibt es im TV natürlich weniger zu sehen.

Fast alles läuft reibungslos

Eigentlich bin ich ja Schadenregulierer. Aber Versicherungsdetektiv klingt natürlich spannender. Ich bin derjenige, der zu Euch kommt, wenn die Wohnung unter Wasser steht, der Laptop geklaut wurde oder was Euch sonst noch alles so passieren kann. Mein Job ist es, Euch im Schadenfall ganz schnell zu helfen, aber im Sinne aller auch aufzupassen, dass da nicht gepfuscht wird. Sonst zahlen alle drauf, das ist nicht im Sinne der Versichertengemeinschaft. Fast alles läuft dabei reibungslos, wird eindeutig nachgewiesen, schnell und angemessen reguliert. Eben fast alles. Ich bekomme dann den Fall auf meinen Schreibtisch, wenn mir etwas nicht plausibel erscheint, nehme ich Kontakt zum Kunden auf. Fast alles klärt sich so von selbst, eben wieder nur fast alles. Wenn etwas unklar bleibt oder gar zwielichtig erscheint, geht es in die Tiefe.

Recherche vor Ort

Dann werde ich quasi zum Versicherungsdetektiv. Ich schaue mir alles von vorne bis hinten an, hinterfrage jedes Detail, halte fest, was nicht logisch erscheint, finde Widersprüche heraus und schlage mit diesem Wissen vor Ort auf. Auch hier gilt immer noch: Vielleicht habe ich etwas übersehen, hat der Kunde etwas falsch erklärt, auch hier gilt wieder – fast alles klärt sich auf. Das, was jetzt noch übrig bleibt, muss geklärt werden. Manche Fälle sind einfach schrill, da muss ich mir oft auf die Zunge beißen. Manche Leute sind auch einfach dreist, nach dem Motto, versuchen wir es mal.

Das, was Ihr im TV seht, ist eine Seltenheit! Ob Ihr es glaubt oder nicht – die Kamera ist bei den echten Kundenterminen dabei, da gibt es kein Drehbuch, keine Nacherzählung und nichts. Die Kunden willigen vorher ein, dann drehen wir die echte Schadenbearbeitung – mit aller Konsequenz.

Ein spannender Job

Ihr denkt sicher gleich, wow – was für ein spannender Job. Da habt ihr Recht! Ich liebe diesen Job, es wird nie langweilig, jeden Tag hast du etwas anderes zu lösen. Zufrieden bin ich, wenn ich meinen Kunden geholfen habe. Und das Erlebnis habe ich fast jeden Tag.

Ihr könnt mir übrigens Sonntags ab 19:05 bei RTL zuschauen, wenn ihr das verpasst, gibt’s die Versicherungsdetektive im Stream.

Euer Timo Heitmann

 

Unser Kollege Timo Heitmann ist mit Leib und Seele dabei, einen anderen Job kann er sich kaum vorstellen. Warum? Das erzählt er Euch persönlich in diesem Video:

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Links zu den Versicherungsdetektiven:
RTL-Page zur Sendung
Gutachter Büro Ralph Schweda
Berufsbeschreibung der Arbeitsagentur

Die Versicherungsdetektive hier im Blog:
Versicherungsdetektive – ein spannender Job bei Versicherungen
Aus dem Büro ins Wohnzimmer – Vom Schadenregulierer zum RTL-Versicherungsdetektiv

6 Comments

  1. Beatrix 27. April 2016 um 17:11 Uhr - Antworten

    Klasse – danke für die Info und den spannenden Beitrag!

  2. Laura 28. April 2016 um 8:54 Uhr - Antworten

    Kann ich bei Euch eine Autogrammkarte bekommen?

  3. Sabine Haas 29. April 2016 um 7:55 Uhr - Antworten

    Da werden sich die Fans aber freuen!

  4. Sluyter 10. Juli 2016 um 21:39 Uhr - Antworten

    Guten Abend, ich bin ein großer Fan dieser Serie. Da ich aber selber Versicherungsmakler bin muss ich eine kurze Kritik äußern beim Schadenfall mit der Milch/ Spritzen.

    Wenn es ein ersatzpflichtiger Schaden ist warum wurde nur 1500€ anstelle von 3500€ gezahlt? Ich verstehe nicht warum bei Medikamenten die innerhalb von 1-3 Monaten verbraucht werden ein so hoher Zeitwertabzug vorgenommen wird?

    Lieben Gruß
    Tom Sluyter

    • Dr. Klemens Surmann
      Dr. Klemens Surmann 11. Juli 2016 um 13:26 Uhr - Antworten

      Lieber Tom, ich habe mal nachgehört: Zeitwertentschädigung war hier nicht das Thema. Die Geschädigte konnte den Schaden grundsätzlich nicht nachweisen, weil die Spritzen entsorgtwaren. Somit war der geschilderte Ablauf überhaupt nicht mehr prüfbar, der Schaden also dem Grunde nach überhaupt nicht nachgewiesen. Ferner kann man über eine Mitverantwortung der Antragstellerin diskutieren. Sie hat die Mitbewohner nicht über das Risiko informiert, zudem die Spritzen nicht so gelagert, dass Sie ausreichend vor Immissionen geschützt waren.
      Es stellt sich also die Frage, wie die Schuldverteilung angemessen zu bewerten ist und welchen Nachweispflichten die Antragstellerin nachkommen konnte und wo sie selbst sich den Nachweis verwirkt hat.

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