„Kind, iss genug Gemüse und Obst, das ist gesund!“ Wer kennt diesen Satz nicht. Im Bereich Ernährung hat sich allerdings einiges gewandelt. Vegetarier, die damals seltene Spezies, haben sich manifestiert. Zudem rückt die vegane Ernährung immer weiter in den Vordergrund. Der „moderne“ Mensch beschäftigt sich heute intensiver mit dem Thema Ernährung, das öffentliche Interesse an Lebensmitteln ist deutlich gestiegen. Es wird nicht mehr einfach nur gegessen, um satt zu werden, sondern um sich physisch und psychisch besser zu fühlen. Man will dem Körper und sich selber etwas Gutes tun. Aber wie? Schon mal was von Superfood gehört?

Der Begriff Superfood ist in der modernen Allgemeinsprache populär geworden. Superfoods haben einen besonders hohen und konzentrierten Anteil an wertwollen Inhaltsstoffen. Eine große Menge an Mineralstoffen und Vitaminen sowie Antioxidantien, Proteinen und essenziellen Aminosäuren macht sie zu besonderen Lebensmitteln. Der Verzehr solcher Lebensmittel kann für den Körper gesundheitsfördernd sein und schützt vor Krankheiten und vor dem Alterungsprozess.

Hier einige Beispiele für beliebte Superfoods:

Chia-Samen: Kommen aus Mexiko und waren eine wichtige Nahrungsquelle für die Azteken und Mayas. Sie sind reich an Vitaminen und haben einen hohen Eiweißgehalt. Darüber hinaus sind sie reich an Omega-3-Fettsäuren und voller Proteine.

Quinoa: Wird auch Inkakorn oder Inkareis genannt. Ebenfalls ist es sehr reich an Mineralien und enthält Antioxidantien und essentielle Aminosäuren.

Grünkohl: Enthält eine Fülle an Vitaminen, Sekundären Pflanzenstoffen, Eisen, Ballaststoffe, Antioxidantien und Eiweiß. Gilt in den USA als eines der beliebtesten Superfoods.

Acai-Beeren: Das Fruchtfleisch der Acai-Beere hat einen hohen Anteil an wirksamen antioxidative Eigenschaften.

Neben diesen wenigen Beispielen gibt es unter anderem noch eine Menge an weiterem Superfood wie Heidelbeeren, rote Beete, Avocados, Granatapfel oder Matcha.

Superfood als Krankheitskiller?

Trotz der umfangreichen Inhaltsstoffe, die in den Superfoods stecken, sollte man nicht denken, dass es sich dabei um die absolute Gesundheitswaffe und einen ultimativen Krankheitsbekämpfer handelt. Die Wissenschaft hat in bestimmten Fällen nachgewiesen, dass bestimmte Bestandteile in Nahrungsmitteln für unsere Gesundheit besonders förderlich sind, jedoch sind diese Ergebnisse häufig isoliert in Laboren entstanden. Es hängt auch immer davon ab, wie der Mensch sich zusätzlich noch ernährt und wie sich dann die Stoffe im Körper auswirken. Zudem muss bei einigen Superfoods die empfohlene tägliche Verzehrmenge beachtet werden.

Ausgewogene Ernährung zählt – Superfood als Ergänzung

Das wichtigste bei einer gesunden Ernährung sind Ausgewogenheit und Abwechslung. Auf Fertiggerichte kann man getrost verzichten, dafür sollte man lieber etwas frisches selber kochen. Auf dieser Basis kann man zusätzlich Superfood ergänzend einsetzen, um dadurch eine extra Portion Nährstoffe zu sich zu nehmen. Beispielsweise kann Reis durch Quinoa ersetzt werden oder Grünkohl als gesunde Beilage zubereitet werden. Chia-Samen und Acai Beeren kann man wunderbar ins Müsli integrieren. Oder man probiert einfach einen grünen Smoothie mit Grünkohl aus. Es gibt viele Varianten die Super-Lebensmittel in die tägliche ausgewogene Ernährung aufzunehmen. Denn nur von Superfood wird man nicht zu Superman.

Links zum Thema:

Bewusste Ernährung – gesund essen
10 Regeln der DGE zur vollwertigen ernährung